Tankstellen sind im modernen Stressmanagement nicht verhandelbar.

Und dies hat einen ganz einfachen Grund. Denn gefangen in Verpflichtungen und eigenen Erwartungen – die Energiekiller im Alltag verbrauchen auf hohem Niveau.

Andrea Weller: ‚Meine effektivste Tankstelle … den Blick auf Alltagsdinge mit Kamera und Objektiv neu ausrichten!‘

Vollgepackte, stressigen Tage, die nicht nach Plan laufen, kennen wir nur zu gut. Sie kosten Anstrengung und Kraft. In Ruhephasen oder nach Feierabend wird das Gefühl der Energielosigkeit deutlich. Müde, abgespannt und ohne Schwung geht der Arbeitstag zu Ende.

Summieren sich anstrengende Tage zu Wochen und Monate auf, wird immer mehr Energie verbraucht. Verzichtet man in dieser Zeit auf die Tankstellen, weil man zu müde ist, keine Zeit zum Einkaufen hat, keine Lust auf Bewegung verspürt … rutschen wir in die Disbalance. Der Körper bekommt

nicht genug Energie, um das Tagespensum zu erledigen. Er greift die Reserven an. Wenn es ihm zu viel wird, bremst er die Situation im Alltag aus.

Die ersten körperlichen Reaktionen, die uns sehr vertraut sind, sind die Klassikersätze … ‚Ich bekomme keine Luft mehr.‘ ‚Mein Herz springt aus meinem Körper.‘ ‚Mein Kopf ist komplett leer.‘ ‚Ich bin sprachlos.‘

Was passiert in dem Moment? Eine Person, eine Situation, ein eigener Anspruch bringt uns in eine Lage, die wir in dem Augenblick rational nicht begreifen. Unser emotionales Erfahrungsgedächtnis bewertet die Situation, das Gehirn schüttet Hormone aus, Nervenimpulse werden an den Körper gesendet. Der Autopilot Flucht oder Kampf ist programmiert.

In diesem Modus benötigen wir ausschließlich den Körper. Er muss laufen, funktionieren, schnell reagieren, kraftvoll agieren … ohne viel nachzudenken. Die Klassikersätze bekommen einen Sinn. Alle Energie wird dem Körper zur Verfügung gestellt. Sind Flucht oder Kampf ein Dauerzustand in der Bewältigung des Alltags, so macht sich das Energiedefizit auch bemerkbar.

Die Klassiker von hohem Energieverbrauch auf der körperlichen Ebene sind Rückenschmerzen, Magen- und Verdauungsprobleme, Ohrengeräusche, Tinitus, Spannungskopfschmerzen, Muskelschmerzen, Bluthochdruck und häufige Infekte und Entzündungen.

Andrea Weller: ‚In meiner Hochphase der Belastung hatte ich ganz intensiv mit Gleitwirbeln zu tun. Die Dornfortsätze der einzelnen Wirbelgelenke sprangen aus ihrer Führung. Es hatte zur Folge, dass ich meinen Kopf nicht mehr bewegen und drehen konnte. In der Zeit war ich viel auf Dienstreise. In meiner Panik hatte ich mir in den Städten, in den ich zu tun hatte, Orthopäden prophylaktisch gesucht und sie standby gehalten, um mich in den Sitzungspausen oder knapp vor dem späten Rückflug schnell wieder einrenken zu lassen.‘

Leiten wir uns die Entwicklung vom sitativen Reaktionen bis zum körperlichen Ausdruck der Einschränkung her, so wird – wie ich finde – auch schnell klar, dass ein Pflaster alleine nicht hilft. Der Körper insgesamt benötigt im ersten Schritt Stabilisierung mit Energie, Ruhe, Regeneration und Entspannung, Schlaf.

Denn nur in der Stabilität und Sicherheit, sich auf seinen Körper verlassen zu können, können kleine Veränderungen im Alltag vorgenommen werden. Sie sollen bereits da ansetzen, wo die Stressbewertung unbewusst vorgenommen und der Stresskreislauf seinen Anfang nimmt.

Im nächsten Blog möchte ich über die Energiekiller auf der emotionalen und mentalen Ebene schreiben.

Fazit: Tankstellen sind im modernen Stressmanagement nicht verhandelbar.

Andrea Weller

Coach für Stressmanagement und Burnout-Prävention, Life Coaching, Business Coaching

Neu: Mai und Oktober 2017
Workshop SPEED RELAXING® – Vol. 1 Tankstellen definieren

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